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Am 18.08.2017 ist die Neuregelung des Unterhaltsvorschussgesetzes (UVG) in Kraft getreten. 

Die wichtigsten Änderungen lauten: 

  • Um die staatliche Unterstützung von Kindern von Alleinerziehenden zielgenau und entlang der Lebenswirklichkeiten zu verbessern, wird die derzeitige Höchstbezugsdauer von 72 Monaten aufgehoben und die Höchstaltersgrenze von derzeit 12 Jahren bis zum vollendeten 18. Lebensjahr im Unterhaltsvorschussgesetz (UVG) heraufgesetzt.
  • Für alle Kinder bis 12 Jahre wird die derzeitige Höchstbezugsdauer von 72 Monaten aufgehoben.
  • Für Kinder im Alter von 12 Jahren bis zum vollendeten 18. Lebensjahr gibt es in Zukunft ebenfalls einen Anspruch auf Unterhaltsvorschuss. Dieser wird wirksam, wenn das Kind nicht auf SGB II-Leistungen angewiesen ist oder wenn der alleinerziehende Elternteil im SGB II-Bezug ein eigenes Einkommen von mindestens 600 Euro brutto erzielt. Auch für sie gibt es keine Höchstbezugsdauer mehr. 
  • Die Höhe des Unterhaltsvorschusses für Kinder von 12 bis zum vollendeten 18. Lebensjahr beträgt 268 Euro bzw. ab 01.01.2018 - 273 Euro monatlich betragen (0 bis 5 Jahre: 150 Euro bzw. ab 01.01.2018 - 154 Euro; 6 bis 11 Jahre: 201 Euro bzw. ab 01.01.2018 - 205 Euro). Die Reform tritt zum 1. Juli 2017 in Kraft. 

Das Unterhaltsvorschussgesetz will alleinstehende Elternteile von finanziellen Sorgen entlasten, indem es ihnen die Möglichkeit gibt, für ihr Kind Unterhalt aus öffentlichen Mitteln zu erhalten, wenn der unterhaltspflichtige Elternteil 

  • sich seiner Zahlungspflicht entzieht,
  • zu Unterhaltszahlungen ganz oder teilweise nicht in der Lage ist,
  • verstorben ist, ohne dass ein Anspruch auf Waisenrente besteht.