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Archivpädagogik im Stadtarchiv Pforzheim

Jedes Jahr besuchen über 400 Schülerinnen und Schüler das Stadtarchiv. Beim Archivbesuch wird Geschichte greifbar. Den Schülerinnen und Schülern ist es möglich, die Vergangenheit selbst zu erforschen und sich kritisch damit auseinanderzusetzen. So wird nicht nur Wissen zur Stadt- und Regionalgeschichte vermittelt, sondern ebenso die Grundlagen historischer Erkenntnis und Methodik. Denn im Archiv finden sich Überreste, nicht Darstellungen. Die Überreste erzählen noch keine fertige Geschichte, sondern man muss den Quellen die gesuchten Informationen erst entnehmen und sie interpretieren. Dabei wird der Konstruktionscharakter von Geschichte erfahrbar. Quellenkritik und die Überprüfbarkeit von historischen Darstellungen anhand von Quellen können eingeübt, Recherche- und Medienkompetenzen geschult werden.

Formate der Archivpädagogik

Für Schulen bzw. Schülerinnen und Schüler bietet das Stadtarchiv allgemeine und themengebundene Führungen durch die Magazine des Archivs an. Unser Lesesaal oder ein eigens für Gruppenarbeit geeigneter Raum steht zur Recherche für Referate, GFS oder anderes zur Verfügung. Seit Sommer 2016 stehen den Schülerinnen und Schülern im Gruppenarbeitsraum für archivpädagogische Projekte ein Internet-PC für Recherchen sowie drei Office-PCs zur Verfügung, an denen digitale Archivmaterialien betrachtet, aber auch Ergebnisse zusammengestellt oder eigene Präsentationen erarbeitet werden können.

Wichtige Formate der Archivpädagogik im Stadtarchiv Pforzheim sind

  • die allgemeine Archivführung, die mit einem Blick hinter die Kulissen die  Aufgaben eines Archivs erläutert,
  • thematische Archivführungen zu bestimmten historischen Epochen sowie,
  • meistens im Anschluss an eine thematische Führung, Projektarbeit im Pädagogikraum.

Historische Themen

Im Rahmen der im Haus stattfindenden Archivpädagogik werden verschiedene, von den Schulen am häufigsten nachgefragte historische Themen in Form von ausgearbeiteten Modulen inklusive ausgewählten digitalisierten Archivalien, einschlägiger Sekundärliteratur und passenden Arbeitsaufträgen angeboten. Zu jedem Modul gibt es Unterthemen, die in Gruppen im Pädagogikraum mit bereit gelegten Archivmaterialien bearbeitet werden können. Der Besuch einer Schulklasse im Stadtarchiv beginnt in der Regel mit einer Archivführung, um den Schülern eine Vorstellung von den Aufgaben eines Archivs zu vermitteln und ihnen schon einige ausgewählte Archivalien verschiedener Provenienzen aus dem später zu bearbeitenden Themenbereich vorzustellen. Themenmodule, die angeboten werden, sind zum Beispiel

  • Erster Weltkrieg,
  • Migration,
  • Nachkriegszeit/Wiederaufbau,
  • 23. Februar 1945 und
  • Nationalsozialismus.

Näheres können Sie dem Flyer und Infomaterial zu den Themenmodulen entnehmen, die auch rechts zum Download bereitstehen.

Georg-Simler-Preis für stadtgeschichtliche Arbeiten an Schulen in Pforzheim und dem Enzkreis

Die Löbliche Singergesellschaft von 1501 Pforzheim, die Reuchlin Gesellschaft Pforzheim e. V. und der Förderverein für das Stadtarchiv Pforzheim e. V. vergeben alle zwei Jahre den Georg-Simler-Preis für stadtgeschichtliche Arbeiten an Schulen in Pforzheim und dem Enzkreis. Viele der ausgezeichneten Arbeiten basieren auf archivpädagogischen Projekten im Stadtarchiv.

Den Link zu Informationen zur Teilnahme sowie die aktuelle Ausschreibung finden Sie im rechten Randinhalt zum Download.