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Konsumtempel – Kaufhäuser in Pforzheim

Ausstellung im Stadtmuseum

Am kommenden Sonntag, 24. Oktober, eröffnet um 11 Uhr die Ausstellung „Konsumtempel – Kaufhäuser in Pforzheim“ im Stadtmuseum Pforzheim. Kuratiert von Christina Klittich, wird die Ausstellung bis zum 24. April 2022 im Stadtmuseum zu sehen sein.

Als Mitte des 19. Jahrhunderts in Frankreich die ersten Warenhäuser eröffneten, waren sie Sensationen auf allen Ebenen. Die prächtigen Gebäude beeindruckten durch eine anspruchsvolle Gestaltung im Äußeren und ein vielfältiges Sortiment im Inneren. Alles was eine Familie zum täglichen Leben brauchte, fand sie im Warenhaus unter einem Dach. Einkaufen wurde zum Erlebnis.

Auf der Westseite des Pforzheimer Marktplatzes eröffnete 1899 mit dem Kaufhaus „S. Wronker & Co“ das erste moderne Kaufhaus in der Stadt. Daneben entstand 1911 ein stattliches Gebäude aus Eisenbeton für den Warenhauskonzern „Geschwister Knopf“. Beide Unternehmen hatten im Textil- und Kurzwarengeschäften angefangen. Die lichtdurchfluteten Jugendstilkaufhäuser strahlten großstädtisches Flair aus und boten den Kunden auch Luxuswaren, Erfrischungsräume und Spezialabteilungen für Feinschmecker. Im März 1914 wurde der Neubau des Warenhauses „Wronker“ an der Westlichen Karl-Friedrich-Straße eingeweiht. 1931 wurde das Kaufhaus vom Schocken-Konzern übernommen. Ende der 1920er Jahre entstanden zwei Einheitspreisgeschäfte in Pforzheim: Woolworth und Ehape. Das Sortiment umfasste Waren in den Preisgruppen von 25 und 50 Pfennig. Die Kunden konnten sich selbst bedienen und waren nicht auf einen Verkäufer angewiesen. 1938 wurden die jüdischen Einkaufsstätten zwangsarisiert. Das Kaufhaus „Geschwister Knopf“ wurde zum Kaufhaus „Luplow“ und das Warenhaus „Schocken“, bekam den Namen „Kaufstätte Merkur“. Beide Kaufhäuser fielen am 23. Februar 1945 dem Luftangriff auf Pforzheim zum Opfer. 1953 eröffnete der neue „Merkur“ am alten Platz an der Westlichen Karl-Friedrich-Straße. In den folgenden Jahren wurden die Verkaufsflächen ständig erweitert. Der Name „Merkur“ wurde 1977 durch den Namen „Horten“ ersetzt, 1989 erfolgte die Umbenennung in „Galeria Horten“. Die Kaufhof AG übernahm 1994 die Firma Horten. Mit der Übernahme durch Karstadt entstand 2018 die Warenhauskette „Galeria Karstadt Kaufhof“.

Sonderführungen in der Ausstellung sind unter 07231 39-3711 oder tanja.zorn(at)ws-pforzheim.de buchbar.

Die Abteilung Kulturelle Bildung des Kulturamts bietet Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche in der Ausstellung an. Anmeldung unter 07231 39-1435 oder melike.helimergin(at)pforzheim.de

Jeden Monat bietet Christina Klittich eine Kuratorinnenführung an:
7. November 2021 / 11 Uhr
5. Dezember 2021 / 15 Uhr
16. Januar 2022 / 11 Uhr
20. Februar 2022 / 15 Uhr
20. März 2022 / 11 Uhr
24. April 2022 / 15 Uhr

Öffnungszeiten: Mi und Do 14 bis 17 Uhr, So und feiertags 10 bis 17 Uhr
Führungen und Veranstaltungen: 5 Euro / ermäßigt 3,50 Euro
Eintritt Stadtmuseum: frei

 

Weitere Infos zur Ausstellung und zum Rahmenprogramm sind unter www.pforzheim.de/stadtmuseum  
abrufbar.